Ein weiteres Mundpflaster für unsere Einwohner!

     

Bis heute können die Bürgerinnen und Bürger die Steuern im Kanton und in den Gemeinden selber festlegen, wenn diese Initiative angenommen wird, haben unsere Einwohner wieder einmal mehr das Pflaster vor dem Mund! Bundesbern gibt den Gemeinden und Kantonen Mindestvorgaben zu den Steuertarifen und Steuersätzen von natürlichen Personen.

Weiter verlangt diese Initiative ein Schweizweit einheitlicher Mindeststeuersatz. Und das Verbot von degressiven Steuern, dieser Teil ist allerdings bereits überholt, denn das Bundesgericht hat degressive Steuern (sinkende Steuersätze bei steigendem Einkommen) verboten.

Ich bin weiterhin dafür, dass unsere Gemeinden und Kantone ihre Freiheit nutzen sollen und mit den Bürgern ihre Steuersätze festlegen sollen. Wenn diese Initiative angenommen wird, zwingt diese, dass 16 Kantone die Steuern direkt erhöhen müssen. Wegen den Fehlbeträgen in der Bundeskasse und im Finanzausgleich werden auch die übrigen Kantone von einer Steuererhöhung betroffen sein. Durch die Initiative werden die Kantone geschädigt, weil diese die attraktiven Rahmenbedingungen für Bevölkerung und Wirtschaft verlieren. Vor allem für die kleinen Kantone ist die Steuerautonomie zentral, um mit andern mithalten zu können.

Deshalb werde ich am 28.November 2010 ein deutliches Nein zur Steuerinitiative abgeben!

28.10.2010.