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Die
Geschichte des Kantons Basel-Landschaft |
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| Basel:
Bis ins 16.Jahrhundert erwarb die Stadt
Basel einen gossen Teil des Baselbietes. Dieses
war bis 1798 untertan. Danach wurde es
gleichberechtigt, blieb aber wegen tiefem
Bildungsstand und geringer Wirtschaftskraft
benachteiligt, obschon bevölkerungsmässig im
Verhältnis 5:3 in der Überzahl. Nach 1815 wurde
die Landschaft auch formal zurückgesetzt. Die
Stadt Basel war und ist das wirtschaftliche und
kulturelle Zentrum für die Bevölkerung des
Kantons Basel-Landschaft |
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Kantonstrennung: Wie in anderen
Kantonen kam es in der Regenerationszeit nach
1830 auch im damaligen Kanton Basel zu
Auseinandersetzungen um die politischen Rechte
der Landbevölkerung. Der Streit wuchs sich zu
blutigen und unversöhnlichen Kämpfen aus, die
trotz der Intervention der übrigen Stände zur
Trennung der linksrheinischen Landgemeinden von
der Stadt Basel führten (Tagsatzungsbeschluss
vom 26.August 1833). |
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Wiedervereinigung: Vor allem seit der
Industrialisierung der Baselbieter
Vorortsgemeinden nach 1900 gab es eine kräftige
Bewegung in beiden Basel für eine
Wiedervereinigung. In verschiedenen
Volksabstimmungen sprachen sich beide Kantone
dafür aus. Doch 1969 votierte im Kanton
Basel-Landschaft eine deutliche Mehrheit gegen
eine Aufgabe der Selbständigkeit. Der Hauptgrund
für diesen Umschwung lag wohl im zügigen Ausbau
der Baselbieter Infrastruktur (Schulen, Spitäler
usw.) in den 1960er Jahren, womit die früher
schlechtere Versorgung der Bevölkerung durch den
eigenen Kanton als wichtiges Motiv für die
Wiedervereinigung weggefallen war. |
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| Partnerschaft:
Nach dem Scheitern der Wiedervereinigung
zwischen Basel-Stadt und Basel-Landschaft 1969
nahmen beide Kantone fünf Jahre später
gleichlautende Bestimmungen über die regionale
Zusammenarbeit (Partnerschaftlichkeit) in ihre
Verfassung auf. In Baselland wurde gleichzeitig
der Wiedervereinigungsparagraph gestrichen, in
Basel-Stadt nicht. Die enge Partnerschaft drückt
sich in einer Vielzahl von Abkommen und
gemeinsamen Institutionen aus. Beispielhaft
dafür seit 1976 die Beteiligung des Kantons
Basel-Landschaft an der Universität Basel. |
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Regio:
Sie bezeichnet den
Lebensraum der Grenzregion im Dreiländereck
zwischen Jura, Vogesen und Schwarzwald. schon
seit alters her waren die wirtschaftlichen und
kulturellen Beziehungen über Herrschaftsgrenzen
hinweg eng. Seit den 1960er Jahren wurden die
Anstrengungen zur gemeinsamen Lösung von
Problemen durch grenzüberschreitende Kontakte,
Gremien und Vereinbarungen verstärkt.
Infolgedessen bildete sich in der Regio
Basiliensis eine Zusammenarbeit heraus, die von
Fachleuten als die intensivste in ganz Europa
beurteilt wird. |
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Vollkanton:
Der Tagsatzungsbeschluss
über die Trennung der beiden Kantone Basel-Stadt
und Basel-Landschaft hatte die freiwillige
Wiedervereinigung vorgesehen und zwei
Halbkantone gebildet. Seit dem Scheitern der
Wiedervereinigung nach einem jahrzentelangen
Ringen 1969 wurden nicht weniger als 5
parlamentarische Vorstösse zur Anpassung der
Bundesverfassung bzw. zum Thema Vollkanton BL
und BS eingereicht. 1988 nahm das Baselbieter
Volk die Erreichung des Ziels "Vollkanton" in
seine Verfassung auf. |
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Bevölkerung:
Der Kanton Basel-Landschaft
erlebte in der Hochkonjunktur 1950-1970 das
stärkste Wachstum in der ganzen Schweiz: eine
Verdoppelung von 108'000 auf 205'000 Einwohner
(30.09.2003:266'161). |
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Birseck:
9 Gemeinden des heutigen
Bezirks Arlesheim, die früher zum Fürstbistum
Basel gehörten. Dieses wurde 1792 durch
französische Truppen besetzt und im
darauffolgenden Jahr von Frankreich annektiert.
1815 teilte der Wiener Kongress das ehemalige
Fürstbistum dem Kanton Bern zu - mit dem
Laufental, aber ohne das Birseck, welches zu
Basel kam. |
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Laufental:
Es wurde nach der
Selbständigkeit des Kantons Jura eine bernische
Exklave durfte sein Selbstbestimmungsrecht
ausüben. Es votierte 1980 in zwei
Volksabstimmungen für den Kanton BL als
möglichen Anschlusskanton. Nach zwei weiteren,
knapp verlaufenen Abstimmungen Beitritt zum
Kanton Basel-Landschaft als fünfter Bezirk per
1.Januar 1994. |
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Wirtschaft:
Neben der Landwirtschaft
bildete die Seidenbandweberei vom 17. bis ins
20. Jahrhundert ein wichtiges Standbein der
Baselbieter Wirtschaft. Die Fabrikindustrie, die
sich 1850 entwickelte, war und ist, abgesehen
von den grossen Produktionsstätten der Basler
Chemie in Schweizerhalle, mittelständisch
geprägt. Diese Wirtschaftsstruktur beschert dem
Kanton BL ein gesamtschweizerisch
durchschnittliches Volkseinkommen. |
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Gewerbe:
Ein Viertel des
Volkseinkommens wird in der gewerblichen
Wirtschaft erarbeitet. Die Gewerbebetriebe
bilden als Zulieferer und Anbieter von
Infrastruktur das Rückgrat der regionalen
Wirtschaft. Im Baselbiet wird ein grosser Teil
der gewerblichen Wertschöpfung im Baugewerbe
erarbeitet. "Gastgewerbe, Hotellerie und
Verkehr" ist der zweitwichtigste Bereich, aus
dem rund ein Fünftel der gewerblichen
Wertschöpfung stammt. |
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Quelle: Der
Kanton in kürze, 2007 |